21. April 2018, 15.00 Uhr

Vom 19. bis 22. April findet in München eine Veranstaltungsreihe gegen den allgemeinen technologischen Wahn statt. Wir laden alle, die ein Interesse haben die gegenwärtigen Entwicklungen und die Rolle, welche die Technologie in der Kontrolle, Fremdbestimmung und Herrschaft über unser Leben annimmt, dazu ein sich an der Diskussion zu beteiligen. In der Entwicklung einer anarchistischen Kritik an der Technologie wollen wir nicht in abgehobenes Expertentum verfallen, sondern ein Verständnis für die uns umgebenden sozialen und lokalen Realitäten ermöglichen, um auf der Basis von selbstorganisierten Kämpfen in diese einzugreifen und sie verändern zu können.

Dieses Jahr beginnt die Stadt München ihr Experiment für eine „Smart City“ in die Praxis umzusetzen. In einigen Stadtteilen wird flächendeckend mit intelligenten Straßenlaternen, SmartMetern und ShareEconomy herumexperimentiert - alles mit dem Anspruch eine grüne und umso demokratischere Stadt zu schaffen. Die Installierung dieser neuen Technologien eröffnet nicht nur totalitäre Möglichkeiten der Überwachung und sozialen Kontrolle, sondern verändert auch das Verhältnis der Menschen zu ihrer Umgebung und der Art und Weise sich in dieser zu bewegen. Wenn sich die Macht wie ein Virus in den Strukturen unserer Umgebung verbreitet, werden wir selbst als auch unser Alltag zum Objekt in einem Experiment unser Leben fremd zu bestimmen und im Sinne die Wirtschaft neu zu strukturieren.

Nach einer kurzen Einführung, wie das „Smarter Together“-Projekt der Stadt München aussehen soll, wollen wir diskutieren, welche Rolle dieses im Prozess der urbanen und sozialen Umstrukturierung einnimmt und welche Möglichkeiten uns offen stehen, sich diesem selbstbestimmt zu widersetzen.

Einlassvorbehalt

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechten Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu Veranstaltungen zu verwehren oder sie von diesen auszuschließen.

 

Der KulturLaden wird gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München.