29. März, 19:00 Uhr

 
Die Geschichte des trotzkistischen
Widerstandskämpfers Martin Monath
 
«Arbeiter und Soldat» war eine deutschsprachige Zeitung für
Wehrmachtssoldaten im besetzten Frankreich. Die «Werktätigen in Uniform»
wurden aufgefordert, sich in geheimen Zellen zu organisieren, «Kurs auf die
Revolution» zu nehmen und ihre Waffen gegen die Nazis zu drehen. Mehrere
Dutzend Soldaten am Kriegshafen von Brest bildeten solche
Soldaten-Komitees. Der Redakteur dieser Zeitschrift war ein Berliner Jude,
den seine Genossen «Viktor» nannten. Kurz vor der Befreiung von Paris wurde
Viktor von der Gestapo ─ gleich zweimal ─ erschossen.

Der Autor Wladek Flakin erzählt in dieser Biografie von einem anfänglich
zionistischen Jugendkader in Berlin, der im belgischen und französischen
Exil zu einem führenden Mitglied der trotzkistischen Vierten Internationale
wurde. Selbst sein genauer Name war bis vor Kurzem noch unbekannt.
Inzwischen weiß man, dass sein Name Martin Monath war. In Berlin-Kreuzberg
erinnert nun ein Stolperstein an ihn.

Die bewegte und bewegende Geschichte erlaubt bislang unbekannte Einblicke
in den internationalistischen Widerstand während des Zweiten Weltkrieges,
die uns wichtige Lehren für den Kampf gegen den Faschismus heute vermitteln
können. Bei der interaktiven Buchvorstellung wird Wladek Flakin aus der
Biographie vorlesen, und auch das Publikum wird eingebunden.

Das Buch wird vor Ort zu kaufen sein.

Wladek Flakin: «Arbeiter und Soldat». Martin Monath: Ein Berliner Jude
unter Wehrmachtssoldaten. 1. Auflage 2018. Schmetterling Verlag, Stuttgart.
196 Seiten. 14,80 Euro.

30. März, 18.30 Uhr

Vortrag mit Yésica Sánchez

Yésica Sánchez ist eine feministische Juristin, die sich seit Jahren für die Rechte der Frauen in in Oaxaca einsetzt.
Oaxaca ist einer der drei Bundesstaaten in Mexiko, in denen Feminizide am häufigsten vorkommen.
Yésica Sánchez leitet die Organisation Consorcio, die Kurse, Workshops, Veranstaltungen, Ratschläge, Publikationen, öffentliche Demonstrationen und viele andere Aktivitäten zur Förderung der Gerechtigkeit für Frauen anbietet.
In der geplanten Veranstaltung wird Yésica Sánchez uns erzählen, wie es in Oaxaca darum geht, durch soziale Transformation in Fragen der Geschlechtergerechtigkeit eine bessere Welt zu erreichen.

Einlassvorbehalt

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechten Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zu Veranstaltungen zu verwehren oder sie von diesen auszuschließen.

 

Der KulturLaden wird gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München.

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